Der Stoff, aus dem die Biere sind.....

Nicht nur dem Wein bietet die Südsteiermark ideale Bedingungen zum Wachsen und Gedeihen. Auch Hopfen findet dort optimale Verhältnisse vor. In unserer Gemeinde Leutschach hat der Hopfenanbau jahrzehntelange Tradition. „Von Beginn an hatten wir mit Reininghaus und später mit der Brau Union Österreich AG hervorragende Partner“, beschreibt Gerald Pronegg, selbst Hopfenbauer und Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft für Hopfen in Leutschach, die besondere Zusammenarbeit mit dem „Allianz für starke Regionen“-Partner

Der Hopfen in Leutschach

Der Hopfen musste früher aus Satz in Böhmen oft als Gegenfracht für Weintransporte eingeführt werden und so beschäftigte sich die Landwirtschaftsgesellschaft schon um 1824 mit Anbauversuchen. In der Oststeiermark baute man von Ende des 18. Jahrhunderts bis in das Jahr 1935 Hopfen in großem Stil an. Nach dem Kriege begann man hier in Leutschach mit dem Hopfenanbau. Durch das besondere Kleinklima wächst hier ein Hopfen besonderer Qualität. Aus diesem braut der Vertragspartner Reininghaus das spezielle Jahrgangspils.

Initiiert wurde der Hopfenbau in Leutschach zu Beginn der 50er Jahre von Peter Reininghaus. Der Bierproduzent suchte wegen weltweiten Hopfenmangels nach neuen Anbaugebieten und stieß dabei auf die Gegend an der Grenze zu Slowenien. „Das brachte unserer Gemeinde einen großen Aufschwung. 1951 waren es vier Bauern, die Hopfen anbauten, zehn Jahre später waren es 96 Betriebe, die insgesamt 80 Hektar Nutzfläche mit den meterlangen Hopfenstauden bepflanzten“, beschreibt Pronegg den Werdegang der Hopfenproduktion seiner Heimat, „damals entstand eine Vertrauensbasis, die auch heut von der Brau Union weitergeführt wird.“ Die Erzeugergemeinschaft schrumpfte mittlerweile auf 13 Betriebe, für die der Hopfenanbau ein Standbein darstellt, die Anbaufläche konnte mit rund 96 Hektar gehalten werden.

Der 50-jährige betreibt in der dritten Generation Hopfenbau und sieht in der Qualitätsausrichtung die einzige Möglichkeit für eine so kleine Region, am Markt zu bestehen: „Nur so kann man sich absichern und ist nicht austauschbar.“ In Österreich wird auf ca. 200 Hektar Humulus lupulus, so der wissenschaftliche Name des Hopfens, angebaut. Damit können in etwa 30 % des Bedarfs gedeckt werden. „Wir in Leutschach produzieren höchste Qualität“, so Pronegg, „Reininghaus hat das erkannt und braut mit dem Jahrgangspils ein Bier, für das ausschließlich Leutschacher Hopfen verwendet wird.“

Kleine Menge – große Wirkung

Entscheidend für die Qualität des Hopfens sind die Bitterstoffe. „Verwendet man österreichischen Hopfen, reichen für einen Liter Bier zwei Gramm aus. Verwendet man qualitativ schlechteren, muss man schon mit vier bis fünf Gramm rechnen“, erklärt Pronegg die große Wirkung der kleinen Hopfenmenge.

Nach der Ernte Ende August werden die weiblichen Hopfendolden getrocknet und von einem Fachmann der Brau Union begutachtet, bevor er für den Brauvorgang weiterverarbeitet und zu Ballen gepresst wird. „Von der ersten Abnahme an wird die Qualität kontrolliert“, so Pronegg, „hauptverantwortlich für die Hochwertigkeit ist das Wetter, danach kommen aber schon die Kultivierungstechniken. Wir versuchen, diese immer wieder zu verbessern.“ Die regionalen Bedingungen sind im Raum rund um Leutschach ideal. „Wo Wein gut gedeiht, wird auch Hopfen gut wachsen. Die Nachbarschaft dieser beiden Kulturen hat bei uns Tradition und hat sich zu einer regionalen Identität entwickelt.“

Gerald Pronegg ist Hopfenbauer und Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft für Hopfen in Leutschach, die ausschließlich die Brau Union Österreich AG mit dem Bierrohstoff beliefert.

[adress]

Aktuelles

Klick hier zu den Veranstaltungen

Tipp:  Leutschacher Gesundheitsmesse 2017
25.Juni ab 11 Uhr am Gelände der FF Leutschach an der Weinstraße

 

Wetter

[weather]